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bei km 38 nach dem Chapman's DriveNach 10 Marathons war für mich mal eine längere Distanz fällig, also warum nicht gleich zum 56 km langen Two Oceans Marathon nach Kapstadt, der vom Veranstalter – wie ich nun bestätigen kann – zu recht mit „the world’s most beautiful marathon“ angepriesen wird.

Am Morgen des Ostersamstag 2013 wurde pünktlich um 6:30 Uhr bei grellem Flutlicht nach einem gemeinsamen Singen der südafrikanischen Nationalhymne für die 11000 Teilnehmer zum Start geblasen.  5 Startblöcke gab es, ich durfte aufgrund meiner zuletzt gelaufenen Marathonzeit in den C-Block. Zunächst ging es durch die Stadtteile Claremont, Kenilworth, Wynberg, Bergvliet und Muizenberg. Nach ca. 15 km erreichten wir die Bucht von Fish Hoek – bei wärmender Morgensonne und extrem böigen aber auch durchaus erfrischenden Wind. Die Meeresbrandung mit ihren hohen Wellen war überaus imposant und sorgte bei allen Läufern für das erste „Wow“.

Dann ging es quer über die Halbinsel rüber zur Chapmans Bay. Bei km 28 tanke ich nun auch mein erstes Coke, um dann für den Anstieg zum Chapman’s Peak auf der an diesem Vormittag für den Verkehr gesperrten legendären Küstenstraße gewappnet zu sein.  Dort waren die Windböen so heftig, dass nicht nur die Helfer ihre Mühe mit ihren Bechern hatten, sondern auch die eine oder andere Läuferin von den Beinen genommen wurde und mitunter aufpassen mussten, dass sie nicht die Klippen herunterstürzten. Die Aussicht während des Laufens auf dieser Küstenstraße sorgte für Gänsehautfeeling und spätestens jetzt begriff ich den Werbeslogan des Veranstalters.    

Vom Chapman’s Peak ging es dann hinunter zur Hout Bay, wo mich meine Ulli am Streckenrand schon erwartete. Da fühlte ich mich noch blendend, doch paar Minuten später machte es bei km 42 Klick in meinem Kopf (weitere Distanzen kenn ich nicht ….) und ich erlebte  für knapp 2 km einen kleinen mentalen und körperlichen Einbruch, doch für den nächsten Anstieg bei Constantia war ich dann dank der Anfeuerungen der unzähligen Leute an der Strecke und der immer wieder gereichten Coke wieder munter und motiviert. So konnte ich die km entlang der Botanischen Gärten von Kirstenbosch wieder genießen und so langsam ging es dann auch schon in die Stadt rein in Richtung des Universitätsgeländes von Kapstadt, wo dann auch auf weichem Rasen der Zieleinlauf erfolgte.

Mit der Zeit von 5 Stunden und 51 Minuten (netto nur 5:48) für die 56 km hatte ich mein Höchstziel unter 6 Stunden zu bleiben problemlos erreicht, vielleicht auch deshalb weil ich am Tag zuvor bei dem Streckenprofil und dem zu erwartenden Wind vor allem nur nicht nach 7 Stunden von der Strecke geholt werden wollte. Und sogar die immer wieder extrem nach links und rechts abfallenden Straßen hat meine zuvor schon etwas lädierte Achillessehne sehr gut überstanden. So konnten wir überaus zufrieden die restliche Reise am Cape Point, an den gewaltigen VictoriaFalls in Sambia sowie die Safaris im Chobe-Nationalpark in Botswana genießen.

Zieleinlauf auf dem Unigelände in Kapstadt

Die komplette Truppe von AliSchneider Marathonreisen.

 
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